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Nervenaufreibend: SSV Stötteritz gewinnt Spitzenspiel mit 2:0

von Franz Müller

Leipzig. Der SSV Stötteritz gewann am 14. Spieltag sein Auswärtsspiel beim Tabellenführer Leipziger SC mit 2:0. Aber was war das für ein Spiel? Volle Konzentration auf beiden Seiten, rassige Zweikämpfe um jeden Ball, auf beiden Seiten verschossene Elfmeter, zwei Platzverweise für Stötteritz. Spannung pur!

Schon beim Warmmachen für das Duell Tabellenerster gegen Tabellenzweiter hat man die Konzentration aufs Spiel beobachten können. Florian Kopf, Kapitän des Teams aus dem Südoststadion, holte kurz vorm Anpfiff das gesamte Team zusammen und schwor die Truppe ein. Die Marschroute war klar. Hohe Laufbereitschaft, Annehmen der Zweikämpfe und aus einer sicheren Abwehr spielen. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein gutes Stadtklassespiel, bei dem beiderseits um jeden Ball gekämpft wurde. Stötteritz spielte aus einer sicheren Abwehr mit einem sicheren Jäger im Tor und mit Kopf, Postler, Dittes und Hirsch. Und das machte sich bezhalt: Die gut aufspielenden Gastgeber konnten sich nur wenige Möglichkeiten herausspielen. Auch nach vorn konnte das Team Akzente setzte. Als Dreh und Angelpunkt agierte der überraschend aufgebotene Toni Göpel, der vorn die Bälle festmachen und gut verteilen konnte. Torlos ging es in die verdiente Halbzeitpause. Kraft tanken war angesagt für eine, wie sich noch herausstellen sollte, denkwürdige zweite Halbzeit.

Stötteritz dezimiert sich selbst

Diese begann mit einem Angriff der Stötteritzer, die Ihren Stürmer Göpel in den Strafraum freispielten, nur LSC Torhüter Seck hat etwas dagegen und brachte Göpel im Strafraum zu Fall. Elfmeter für Stötteritz, doch der sonst sichere Schütze Postler scheiterte am Torhüter. Danach erspielte sich Stötteritz weitere Chancen. Die Beste hatte Stötteritz nach einem Eckball. Der anschließende Kopfball wurde nach Ansicht des Linienrichters erst hinter der Linie gerettet. Der Schiedsrichter sah den Ball im Gegensatz zu seinem Assistenten nicht drin und es wurde hektisch. Der Stötteritzer Dittes kam in persönlichen Kontakt mit dem Schiedsrichter, dieser wertete es mit Gelb/Rot. Unnötig – jetzt hieß es umstellen mit einem Spieler weniger. Die erregten Stötteritzer Gemüter konnten schlecht beruhigt werden. Nach Beleidigung der Fangemeinschaft des Leipziger SC ließ sich der Stötteritzer Thomas zu einem Kommentar Richtung dieser Gemeinde hinreißen. Unnötig hoch zwei – denn ab dann spielte Stötteritz nur noch zu neunt, wieder hieß es umstellen.

Anmerkung der Redaktion: Nach Aussage des beteiligten Linienrichters habe er nicht auf Tor entschieden. Durch das Heben der Fahne habe er lediglich angezeigt, das Spiel fortzusetzen.

Und es kam wie es kommen musste: in der 62. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem – seiner exklusiven Meinung nach – Foul auf den Punkt. Chance für den LSC wieder ins Spiel zurückzukommen. Aber die alternde Katze Jäger auf der Linie hielt den Elfer großartig. Als Belohnung für seine gute Leistung holten ab sofort die Fans des Leipziger SC für Ihn die Bälle, die hinters Tor flogen. Durchatmen. Noch 30 Minuten bis zum Abpfiff. Taktisch gut und klasse geführt und angetrieben vom Stötteritzer Kapitän Kopf stemmten sich alle gegen die wütenden Angriffe des Leipziger SC. Ein erkämpfter Ball des starken Stötteritzer Mittelfeldes mit Laubert, Günther und Kuhn wurde in die Tiefe gespielt. Eßrich, im Abseits stehend, Assistent Abseitsfahne hebend, machte einfach weiter und schloss den Angriff mit seinem Tor ab. Jubel – aber auch Unklarheit auf Stötteritzer Seite. Der Schiedsrichter aber lies das Tor gelten, denn die letzte Berührung kam vom Abwehrspieler des LSC - der damit das Abseits aufhob. Kurzes Bangen noch – der Schiedsrichter tauschte sich noch mit seinem Assistenten aus und dann der erlösende Fingerzeig auf den Mittelkreis. 0:2 und noch zwölf Minuten zu spielen.

Torhüter Jäger sichert den Sieg

Der Leipziger SC verlagerte das Spiel jetzt ausschließlich in das Drittel vor dem Stötteritzer Tor. Es gelang den Stötteritzern immer noch irgendwie ein Bein dazwischen zu bekommen. Zum Glück versuchten es die Gastgeber statt mit Kurzpassspiel immer wieder mit langen Bällen und hier hatte Stötteritz die Chance durch ihre Abwehrrecken die Bälle mit dem Kopf abzufangen. Einen schönen Abschluss des LSC-Spielers Shobaki konnte Jäger mit einer guten Parade klären. Dann war Schluss im Spitzenspiel der Stadtklasse.

Sichtlich erschöpft, aber glücklich über das Erreichte freuten sich die Stötteritzer mit Ihren Fans. Damit verteidigte Stötteritz den zweiten Tabellenplatz und freut sich nun auf das Duell am letzten Spieltag in diesem Jahr gegen die starken Sterne. Noch mehr freuen sich die Spieler der ersten Herren, dass Sie diese Woche Ihre Künste in der Weihnachtsbäckerei zeigen können und sich nach Lust und Laune austoben können. Das Team um Trainer Olaf Schöler lädt nämlich im Anschluss an das Spiel gegen die Sterne alle Fans, Sympathisanten, Förderer, Vereinsmitglieder und Sponsoren bei weihnachtlichen Klängen zu einem weihnachtlichen Vesper im Südoststadion ein und möchte sich damit für die Unterstützung im Jahr 2018 bedanken. Eintritt, Kuchen, Kaffee, Glühwein frei.

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