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Vorbereitung Rückrunde - Trainingslager

von Ronny Herbst-Schirrmeister

Stötteritzer holen sich Feinschliff für die Rückrunde

Hochmotiviert und mit bestem Wetter gesegnet trafen am vergangenen Freitag 14 Spieler sowie das Trainerteam des SSV Stötteritz im Sporthotel Euroville in Naumburg ein. Mit dem Ziel ausgestattet sich den letzten Feinschliff für die bevorstehende Rückrunde abzuholen und mit einem dementsprechend ambitionierten Trainingspensum im Gepäck standen der Mannschaft drei Tage bevor, die sie auf unterschiedliche Art und Weise an ihre Grenzen bringen sollte. Die Bedingungen hierfür waren außerordentlich gut. Es standen eine Halle, ein riesiger Kraftraum sowie ein Kunstrasenplatz zur Verfügung.

Nachdem die Zimmerbelegung gemäß Alter, Ruhebedürfnis und Sympathien untereinander schnell geklärt werden konnte stand die erste Trainingseinheit des Wochenendes an. Trainer Olaf Schöler ließ bereits mit den ersten Übungen keine Zweifel daran aufkommen, dass man nicht ausschließlich zum Spaß verreist ist. Mit mächtig strapazierter Oberschenkelmuskulatur nach 90-minütiger Belastung in der Sporthalle schlich die Truppe letztlich zum wohlverdienten Abendessen.
Dass man selbstverständlich aber auch dafür verreist ist, um gemeinsam Spaß zu haben und als Mannschaft enger zusammenzuwachsen zeigte sich in besonderem Maße am ersten Abend. Kaum für möglich gehaltene Kraftreserven wurden mobilisiert und das im Amateurfußball übliche Ritual der Verköstigung schmackhafter Getränke konnte gemeinschaftlich ausgeübt werden. Insbesondere die Studenten im Team agierten in dem für sie gewohnten Terrain souverän.


Jene sahen sich am Samstagmorgen allerdings mit einer Frühstückszeit außerhalb ihrer Komfortzone konfrontiert. So galt es bereits 7:30 Uhr den inneren Schweinehund zu besiegen, um die Grundlage für einen intensiven Trainingstag zu legen. Während Buchmacher diesem Unterfangen vermutlich Außenseiterquoten gewährt hätten, quälte sich tatsächlich ein Spieler nach dem anderen an das Buffet und folgte der allgemein anerkannten Strategie wenig Schlaf mit viel Kaffee zu kompensieren. Sehr gut gelaunt – maßgeblich dem Fakt geschuldet, dass ausgerechnet Konditionstrainer Robert überdurchschnittlichen Gefallen an seinem Bett gefunden hatte – machte sich die Mannschaft anschließend zur ersten Laufeinheit des Tages auf.
Nachdem die bergische Landschaft rings um das Hotel inspiziert worden ist, schloss sich die nächste Trainingseinheit in der Halle an. Während dieser knickte Tom Schönefeld unglücklich um und verletzte sich am bereits angeschlagenen Knöchel erneut. Gute Besserung an dieser Stelle ihm und allen Spielern, die verletzungsbedingt weiterhin ausfallen.
Als nächste Trainingseinheit stand ein Aufenthalt im Kraftraum auf der Agenda. Durch das Auspowern an unterschiedlichen Stationen kann das anschließende Mittagessen inklusive kleiner Pause als wohlverdient angesehen werden.
Den Schluss des offiziellen Rahmens am Samstag stellten eine weitere 90-minütige Einheit in der Halle sowie eine Taktikschulung durch Kapitän Florian Kopf dar. Bei dieser sollten sich alle Fragen des eifrigen Steven Hirschs geklärt haben.
Ein Großteil der Mannschaft genoss seine Freizeit am Abend im nahegelegenen Erlebnisbad. Zusätzlich dazu, dass das Durchschnittsalter der rutschenden Personen temporär von 9,8 Jahren auf ungefähr 25,7 Jahre angehoben worden ist, konnten die müden Körper im Whirlpool entspannen.
Sichtlich gezeichnet vom bewegungsreichen Tag sammelte sich am Abend der eiserne Kern wieder im Gemeinschaftsraum und verbrachte gemeinsam noch ein wenig Zeit.
Man höre und staune nicht schlecht, aber am Sonntagmorgen hat es tatsächlich jeder Spieler und Trainer pünktlich 8:00 Uhr ans Frühstücksbuffet geschafft. Der morgendlichen Laufeinheit und der Einheit in der Halle sollte allmählich der Aufbruch gen Heimat folgen. Jedoch mit einem Zwischenstopp im kleinen Örtchen Hohenmölsen. Gegen die gastgebende Mannschaft des SV Großgrimma stand ein Testspiel an.
In diesem musste aufgrund früher abgereister Spieler, schwerer Knochen und zweier Torhütern im Kader dezent improvisiert werden. Auf einer für den Ackerbau bestimmten Wiese mit zwei Toren konnte die Mannschaft bei sonnigen 20 Grad den neuen Trikotsatz erstmals tragen.
Im ersten Spielabschnitt entwickelte sich eine einseitige Partie bei der das Team durch Treffer von Julius Herold, Franz Müller und Markus Laubert (2x) eine 4:0 Pausenführung herausspielen konnte. Besonders zwei Treffer nach Eckbällen, die in der vorangegangen Taktikbesprechung thematisiert worden sind, sind lobend zu erwähnen.
Ein anderes Bild zeigte sich in der zweiten Halbzeit. Einige experimentelle Umstellungen, merklich schwindende Kräfte und Konzentration sowie ein verbissen aufspielender Gegner sorgten letztlich für ein Unentschieden in diesem Testspiel.
Abschließend bleibt zu sagen, dass das Trainingslager als voller Erfolg anzusehen ist und sich die Mannschaft hiermit bei allen beteiligten Sponsoren bedankt, die das ganze möglich gemacht haben. Der Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde ist gelegt. Nun gilt es den Schwung aus der Vorbereitung mitzunehmen und weiterhin fokussiert am Ziel Aufstieg zu arbeiten.

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